Tagungen/Events


17.11.-19.11.2022

Jubiläumstagung der Interpretierten Eisenzeiten

Auch wir wollten uns diese tolle Veranstaltung nicht entgehen lassen! Wir konnten viele neue Kontakte knüpfen und haben uns sehr über ein Treffen mit unseren Partnervereinen Archäologisches Forschungsnetzwerk Innsbruck - AFIN, Brennos - Verein für Keltologie und Mitgliedern der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien gefreut!

Die Themen der Vorträge reichten von den neuesten Ergebnissen der Forschungen aus Hessen, Hallstatt oder Traunkirchen über etruskische Spiegel bis hin zu spannenden Überlegungen zu Siedlungsstrukturen oder zu identitätsstiftenden Beigaben und Funden. Interessant waren in diesem Zusammenhang die performativen Aspekte in der Hallstattzeit. Besonders wichtig und spannend erschienen uns die Beiträge zu innovativen Formen der Wissensvermittlung und generell neue Denk- und Forschungsansätze.

Unser Verein war mit einem tollen Poster über Textilien "Zwischen Eisenzeit und Kaiserzeit" von Kayleigh Saunderson dabei und Wencke Elbert hat eisenzeitliche Baustrukturen in einem ganz neuen Licht präsentiert. Wenn ihr mehr zu dem Thema wissen wollt, könnt ihr Wenckes Ergebnisse unter https://www.wencke-elbert.de/project/oppidum-von-manching nachlesen!




20.-22.10.2022

Symposium "Wissenschaftliche Gesellschaften - Standortbestimmung und Perspektiven"

Vom 20.-22.10.2022 fand auf Einladung der Österreichischen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (ÖGUF), der Anthropologischen Gesellschaft in Wien (AG) und des NHM Wien ein Symposium zum Thema "Wissenschaftliche Gesellschaften - Standortbestimmung und Perspektiven" statt. Auch wir waren eingeladen und konnten in unserem Vortrag wichtige Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit ansprechen.

In den Pausen bzw. bei einem guten Glaserl Wein am Abend konnten wir die Gespräche vertiefen und neue Partner für die Zukunft gewinnen. Höhepunkt des Rahmenprogramms war sicherlich ein Blick hinter die Kulissen des NHM Wien sowie vom Dach des Museums.

Wir möchten uns herzlich für die Einladung bedanken und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit!

Fotos: Orbis Ferrorum.


Hier unser Abstract zum Nachlesen:

Zwischen Forschung und Vermittlung: Die Neugründung einer wissenschaftlichen Gesellschaft am Beispiel von Orbis Ferrorum

Wieviel Wissenschaft braucht die Gesellschaft? Wie viele Fachgesellschaften braucht die Wissenschaft? Im Zuge der sich ständig wandelnden Sozialstrukturen, darunter die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen, sehen sich wissenschaftliche Gesellschaften heute verschiedenen Herausforderungen gegenüber. Gleichzeitig stellen die neuen technischen Möglichkeiten aber auch ein enormes Potential dar, um Anlaufstelle für Wissensaustausch, Forschung und Vermittlung zu sein.

Die Neugründung eines gemeinnützigen, wissenschaftlichen Vereins schien inmitten einer Pandemie vor ein paar Jahren vielleicht noch undenkbar. Mithilfe der oben erwähnten Digitalisierung konnten dennoch einige Archäolog*innen der Urgeschichte und Historischen Archäologie sowie der Etruskologie im Jahre 2021 Orbis Ferrorum - Gesellschaft zur interdisziplinären Erforschung der Eisenzeit gründen. Dies zeigt, welche Möglichkeiten wissenschaftlichen Gesellschaften offenstehen, wenngleich das Internet die Bedeutung des persönlichen Kontaktes als grundlegendes Merkmal wissenschaftlicher Gesellschaften nicht ersetzen kann.

Orbis Ferrorum, eine wissenschaftlich orientierte Arbeitsgemeinschaft vereint unterschiedliche Forschungs(ein)richtungen der Geschichte, der Altertumswissenschaften, der Naturwissenschaften und der Archäologien. Ziel ist es, neben eigenen Forschungsprojekten das vorhandene Wissen und den laufenden fachlichen Diskurs über das eisenzeitliche Europa sowie den angrenzenden Mittelmeerraum Wissenschaftler*innen und ebenso einer breiteren Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Als noch sehr junge und sich in dynamischer Entwicklung befindliche wissenschaftliche Gesellschaft vermag Orbis Ferrorum hinsichtlich seiner Schwerpunkte eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Fachgesellschaften darzustellen. Zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit stehend versteht sich Orbis Ferrorum als Vermittler, um einerseits in der Öffentlichkeit ein Verständnis für die Archäologien und das kulturelle Erbe zu wecken und andererseits in den Wissenschaftler*innen Offenheit für den Wunsch nach Beteiligung an Forschung und Wissensaustausch seitens der Öffentlichkeit zu generieren.

Zur Verwirklichung dieses Zieles ist die Vernetzung mit anderen Gesellschaften und Institutionen grundlegend, wobei Diversität und Professionalität an oberster Stelle stehen. Darüber hinaus zeichnet sich Orbis Ferrorum durch einen breit gefächerten Internetauftritt, Aktivität auf Veranstaltungen, die Organisation und Bereitstellung öffentlicher Vorträge, Schulbesuche, Exkursionen und Berichte sowie eigene Forschungsprojekte aus. Die Publikationen eigener Fachbeiträge, Interviews sowie Workshops werden angestrebt. Ziel ist es etwa auch, bessere Verbindungen zwischen Citizen Scientists, wie aus dem Bereich Living History, und Wissenschaftler*innen herzustellen. Grundpfeiler aller Aktivitäten sind der kritische, jedoch wertfreie und respektvolle Umgang mit neuen Ideen, die zur Diskussion gestellt werden, um die Wissenschaft konstruktiv voranzubringen.

Aus den Aktivitäten des letzten Jahres konnte Orbis Ferrorum bereits wertvolle Erfahrungen sammeln und Rückschlüsse auf den Standort sowie Perspektiven einer modernen wissenschaftlichen Gesellschaft ziehen.




21.-22.5.2022, jeweils 10:00-18:00 Uhr


Historisches Fest am Freigelände des MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

40.000 BC: Mammutjäger, Kelten und Co.

"Das MAMUZ Schloss Asparn/Zaya veranstaltet heuer erstmals ein historisches Fest, das die gesamte Ur- und Frühgeschichte sowie das Frühmittelalter in Mitteleuropa wieder aufleben lässt. Unter dem Titel "40.000 BC: Mammutjäger, Kelten und Co." können Besucher*innen zwei Tage lang in den Alltag unserer Vorfahren von der Altsteinzeit bis ins Frühmittelalter eintauchen. Große und kleine Geschichtefans kommen dabei voll auf ihre Kosten: Authentisches Lagerleben, spannende Schaukämpfe, historische Handwerksvorführungen, Musik und viele weitere Attraktionen sorgen für ein einzigartiges Spektakel."

Und Orbis Ferrorum war ebenfalls mit dabei!

Unser Beitrag zum Programm:

"Archäologische Befunde zum Leben erweckt: Ein Blick in die Eisenzeit"

Bei uns gab es "Eisenzeitliche Gaumenfreuden", die "Haute Couture in der Hallstattzeit", auch konnte man bei uns "Schreiben wie ein Etrusker", und vielleicht Antworten finden auf die Frage "Wie klingt die Eisenzeit?". Ebenfalls haben wir uns eisenzeitliche Handwerkstechniken genauer angesehen, mit den Punkten: "Brettchenwebmuster - Sie hatten den Dreh raus" und "Das prägte die Eisenzeit: Punzierungstechniken". Und last but not least gab es bei uns "Damals und heute" - ein Spiel für Jung und Alt und die Kinderrätselrallye "Quiz mit Suadvi".